UKRAINE-KRIEG: KINDERN UND JUGENDLICHEN HELFEN

Mit Fassungslosigkeit schauen wir auf das anhaltende Leid in der Ukraine. Dabei gilt unser besonderes Mitgefühl den vielen Kindern und Jugendlichen, die gezwungen sind, ihr Land zu verlassen, und die auch bei uns in Niedersachsen Schutz suchen.
 

Wie Sie als Kulturtätige oder Einrichtung (geflüchtete) Kinder und Jugendliche unterstützen können, erfahren Sie auf dieser Seite.



"Startklar in die Zukunft"

Projekte der Kulturellen Bildung für Vielfalt und Kulturelle Teilhabe

Projekte der Kulturellen Bildung schaffen Gestaltungsräume, in denen Kinder und Jugendliche ihre eigenen Ideen verwirklichen, aber auch ihre Ängste und Sorgen einen Ausdruck finden können. Gemeinsames künstlerisches Schaffen, Dialog, Toleranz und Vielfalt werden praktisch erlebt.

 

  • Die Projekte der Kulturellen Bildung stehen allen Kindern und Jugendlichen offen.
  • Um bestimmten Gruppen den Zugang zu ermöglichen, kann dabei u.a. auch mit Unterkünften für Geflüchtete kooperiert werden.


Bewerben Sie sich für eine Förderung über das Programm „Startklar in die Zukunft: Kunst, Kultur und Kreativität“!

 


"LernRäume" auch für geflüchtete Kinder und Jugendliche offen

Bis zu den Herbstferien 2022 wird das Landesprogramm „LernRäume" fortgesetzt. Mit dem Programm fördert das Land Niedersachsen Freizeit- und Lernangebote außerschulischer Partner für Kinder und Jugendliche. Die bisher angemeldeten Angebote reichen von Nähkursen und Waldexpeditionen über Sprachlerncamps und kreatives Schreiben bis zu Musikprojekten und Workshops zum Aufholen von Lernrückständen.
 

Insgesamt stehen in der aktuellen Förderrunde 8,2 Millionen Euro zur Verfügung. Anträge können jederzeit eingereicht werden – für die Osterferien auch jetzt noch.
 

Der Zuschuss beträgt maximal 50.000 Euro. Anträge mit einem Zuwendungsbedarf von weniger als 2.500 Euro können nicht gefördert werden.
 


Aufholpaket Kulturelle Bildung 2022

im Aktionsprogramm "Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche" 
 

Freizeit und Ferien für Kinder und Jugendliche gestalten – egal ob sie schon länger hier leben oder gerade erst flüchten mussten: mit Musik, Kunst, Theater, Literatur, Medien, Spielkultur, Zirkus und Tanz. Das ist möglich mit der Förderung im „Aufholpaket Kulturelle Bildung“.
 

Gemeinsam mit ihren Mitgliedern fördert die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) Projekte, die Gemeinschaftserlebnisse ermöglichen, Freude bringen, Ankommen ermöglichen und kulturelle Teilhabe und Engagement unterstützen. Diese Förderung wird durch das Aktionsprogramm „Aufholen nach Corona“ der Bundesregierung aus Mitteln des Kinder- und Jugendplanes des Bundes ermöglicht.
 

Gefördert werden Projekte der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit im Jahr 2022. Neu ab Mitte Juli 2022: Es sind Zusatzmittel für Projekte möglich, die gezielt ukrainische junge Menschen ansprechen. Für ukrainische Kinder und Jugendliche sind auch Mentoring-Angebote oder sonstige Projekte möglich, die ihnen kulturelle Teilhabe und Bildung ermöglichen.
 

Anträge sollten schnellstmöglich gestellt werden, da die Fördermittel limitiert sind. Förderhöhe und Antragsfristen können je nach Verband variieren. 

 


U*act - für Künstler*innen aus der Ukraine

Mit dem neuen Hilfsprogramm U*act unterstützt die Bundesregierung gemeinsam mit dem Deutschen Bühnenverein Kooperationen von Theatern in Deutschland mit geflüchteten Künstler*innen aus der Ukraine. Das Programm wendet sich an öffentlich getragene Staatstheater, Stadttheater und Landesbühnen in Deutschland sowie an künstlerisch selbst produzierende und Kunst vermittelnde Privattheater.


Ziel ist es, geflüchteten Künstler*innen während ihres Aufenthaltes in Deutschland zu Arbeitsmöglichkeiten zu verhelfen und sie in den Austausch mit der Kulturszene in Deutschland zu bringen. Dazu sollen sie unter anderem in Produktionen des Sprechtheaters, des Tanzes oder in künstlerische Performanceprojekte eingebunden werden.


Die Umsetzung des Förderprogramms erfolgt über den Deutschen Bühnenverein unter Einbeziehung eines Fachbeirates. Die Antragsfrist läuft bis zum 31. August 2022.

 


Freiwilligendienst für Geflüchtete und Incoming

Grundsätzlich können geflüchtete Jugendliche im Alter von 16 bis 26 Jahren in Deutschland einen Freiwilligendienst leisten. Dies gilt auch für Incoming, d. h. Jugendliche, die für den Freiwilligendienst nach Deutschland kommen.

Ukrainische Staatsbürger*innen erhalten derzeit automatisch einen Aufenthaltstitel nach §24 AufentG und sind somit berechtigt, sich ohne weitere Beantragung eines Visums für einen Freiwilligendienst anzumelden. Die LKJ Niedersachsen hilft bei der Vermittlung geeigneter Einrichtungen. Der Freiwilligendienst beginnt am 01. September 2022. Infos über die Plätze und Anmeldemöglichkeit finden Sie auf der Website Freiwilligendienste Kultur und Bildung.

 


Bitte nehmen Sie parallel Kontakt mit dem Team der Freiwilligendienste auf, damit auf die regionalen und sprachlichen Voraussetzungen Rücksicht genommen werden kann. Telefon: 0176 50 79 57 49 • E-Mail: > freiwilligendienste(a)lkjnds.de

 


Erweiterter Einsatzbereich zugunsten von Geflüchteten aus der Ukraine

Das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) informiert: Im Interesse der vielen in Deutschland eintreffenden Geflüchteten aus der Ukraine ist es ab sofort bis auf Weiteres möglich, Freiwillige im Bundesfreiwilligendienst und im FSJ mit dem „erweiterten Einsatzbereich“ auch zu Hilfs- und Unterstützungsleistungen für Geflüchtete aus der Ukraine außerhalb ihrer Einsatzstellen einzusetzen, z. B. im Rahmen lokaler Hilfsnetzwerke, Koordinierungsstellen, Unterkünfte o. ä. Oberste Priorität hat, dass der „erweiterte Einsatz“ unbedingt freiwillig erfolgt, die Freiwilligen nicht gefährdet werden und sie umfassend versichert sind. Für den Einsatz im erweiterten Einsatzbereich muss die BFD-Vereinbarung um ein Formular ergänzt werden – Beratung und das benötigte Formular ist bei der LKJ Niedersachsen erhältlich.


Empfehlungen für pädagogische Fachkräfte

Auf dem Bildungsportal Niedersachsen hat das Kultusministerium Empfehlungen für pädagogische Fachkräfte veröffentlicht, die auch für Kulturtätige bei ihrer Arbeit mit Kindern und Jugendlichen hilfreich sein könnten.

Sie finden Informationen zu folgenden Themen:

  • Umgang mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen aus dem ukrainischen Kriegsgebiet
  • Lösungsansätze bei Konflikten von Schüler*innen mit ukrainischer und russischer Herkunft
  • Vorgehensweise bei verhaltensauffälligen Schüler*innen mit Fluchterfahrung
  • Einbeziehung traumapädagogischer Konzepte in Schule
  • Möglichkeiten der Selbstfürsorge von Lehrkräften
     

Impulse für die Arbeit mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen

Akteure der Kulturellen Bildung setzen sich dafür ein, dass Kinder und Jugendliche, die nach Deutschland geflüchtet sind, ihre Rechte auf kulturelle Teilhabe, Spiel und Freizeit, gerechte Bildungschancen und gesellschaftliche Mitwirkung wahrnehmen können.


Wie und mit welchen Überlegungen, dazu finden sich Anknüpfungspunkte in kubi – Magazin für Kulturelle Bildung No. 16. So geht Mohammed Jouni von „Jugendliche ohne Grenzen“ der Frage nach, wie geflüchtete Jugendliche in Deutschland heimisch werden können, und der Beitrag „Wo ich mit Anderen tanzen kann, fühle ich mich geborgen“ zeigt, wie, wo und wann sich Jugendliche zu Hause fühlen.

 


Weitere Unterstützungsangebote und Informationen


Kinder und Jugendliche

  • Kindergerechte Berichte zum Thema sowie Informationen für Fachkräfte, die mit Kindern arbeiten, bündelt der > Kinderschutzbund Niedersachsen
     
  • Positionen verschiedener Kulturverbände zum Thema "Recht auf Frieden" stellt die
    > BKJ online zur Verfügung.

Allgemeine Unterstützung

 


Die Förderer der LKJ Niedersachsen