FÖRDERPROGRAMME

Sämtliche Zuständigkeiten für die staatlichen Theater und Museen, kommunale Theater und institutionell geförderte Kultureinrichtungen sowie für die direkte Künstlerförderung (v.a. Stipendien für bildende Künstler und Autoren) und Projekte im Rahmen des internationalen Kulturaustauschs liegen beim Ministerium für Wissenschaft und Kultur.
Alle sonstigen an das Land gerichteten Anträge auf Projektförderung sind zunächst dem jeweiligen Landschaftsverband bzw. regionalen Träger vorzulegen.
Der Schwellenwert, oberhalb dessen Anträge an das Ministerium weiterzuleiten sind, liegt bei 9.999,- €. Der regionale Träger versieht diese Anträge in der Regel mit einer Stellungnahme. Die Förderentscheidung und weitere Bearbeitung jener an das Land weitergeleiteten Anträge obliegt dem Ministerium.

 

Kulturförderung in Deutschland – ein ganz kurzer Abriss (Andrea Ehlert, Bundesakademie)

 

Deutschland ist auch in der Förderlandschaft geprägt von seinem föderalen System: Es fördern Bund, Land und Kommune. Bund und Land fördern institutionell (heißt, regelmäßig ist eine festgelegte Summe für die jeweilige Institution im Haushalt eingestellt) oder sie fördern projektbezogen (heißt, man muss Mittel für ein Projekt beantragen, dass in der Regel zwischen einem und drei Jahren bewilligt werden muss).

Die Kulturförderung der Kommunen ist eine freiwillige Leistung. Dennoch schulterten 2013 45,4 Prozent der Kulturausgaben die Städte und Gemeinden, 41 Prozent die Länder. Der Bund übernimmt mit rund 1,3 Milliarden Euro 13,6 Prozent der Gesamtausgaben für Kunst und Kultur. Der Trend geht jedenfalls seit Jahren dahin, dass die Fördermittel der Länder für Kultur nicht steigen, sondern eingefroren, wenn nicht gekürzt werden – auch bei der institutionellen Förderung. Fazit im Trend: Immer mehr Akteure kämpfen um gleichbleibende oder sogar schrumpfende Mittel.

Insgesamt gibt die öffentliche Hand insgesamt ca. 9,9 Milliarden Euro für Kultur aus. Und da sind nicht eingerechnet Filmförderung (351,1 Millionen Euro), die Deutsche Welle (314 Millionen Euro), kirchliche Angelegenheiten (665 Millionen Euro), Volkshochschulen und Weiterbildung (857,6 Millionen Euro).

Nur ca. 8 Prozent aller Ausgaben für Kultur werden durch Stiftungen, Spenden, Sponsoring und Werbung erbracht.

(vgl. Kulturfinanzbericht 2016, Statistisches Bundesamt: www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/BildungForschungKultur/Kultur/Kulturfinanzbericht1023002169004.pdf)

 

Kommunale Möglichkeiten der Geldakquise:

 

Öffentliche Förderung

o   Die Kommune selbst

o   ggf. bereitgestellte Landesmittel für den ländlichen Raum (in Flächenländern)

 

Private Förderung

o   Sparkassen/Banken vor Ort

o   Kirchen und kirchliche Stiftungen

o   Sponsoren (ortsansässige Industrie wie Brauerei, Baugenossenschaft etc.)

o   gemeinnützige Sponsoren (Rotarier, Lions, ggf. AWO etc.)

 

 


Die Förderer der LKJ Niedersachsen